Östrogen und Histaminausschüttung
Viele Studien haben bewiesen, dass Östrogen – vor allem in Form von Estradiol – die Aktivierung von Mastzellen auslöst. Doch Östrogen sorgt nicht nur dafür, das Histamin aus den Mastzellen ausgeschüttet wird, Östrogen schwächt zudem noch das Enzym DAO, welches Histamin abbaut. Die erlebten Symptome variieren von Frau zu Frau.
Am häufigsten treten jedoch auf:
- Regelschmerzen
- Starke Menstruationsblutungen
- Kopfschmerzen
- Schlafstörungen
- Angstzustände
- Stimmungsschwankungen
- PMS
- Gewichtsprobleme
- Müdigkeit
- Migräne.
Migräne entsteht, weil Histamin die Ausschüttung von Stickoxid fördert. Stickoxid erweitert die Blutgefäße, die das Gehirn umgeben und löst somit Migräne aus
Histamin stimuliert auch die Eierstöcke, mehr Östrogen zu produzieren.
Ein Teufelskreis entsteht:
- Östrogen sorgt für die Histaminausschüttung
- Histamin sorgt für die Östrogenproduktion
Nimmt eine Frau täglich histaminreiche Nahrung zu sich, können die Hormone aufgrund des gesteigerten Östrogenspiegels schnell Achterbahn fahren. Auch bei der Einnahme von Östrogenersatzmitteln nimmt die Empfindlichkeit gegenüber Histamin zu. Das Medikament kann sogar eine Histaminintoleranz auslösen.
HISTAMIN UND PROGESTERON
Progesteron ist ein weiteres weibliches Hormon und ein sehr wichtiges dazu.
Progesteron:
- Verhindert einen Östrogenüberschuss
- Sorgt für das Hormongleichgewicht
- Hemmt die Ausschüttung von Histamin aus den Mastzellen
Progesteron ist also essentiell für einen ausgeglichen Hormonhaushalt. Ist zu wenig Progesteron vorhanden, nimmt der Östrogenspiegel zu und löst oben genannte Symptome aus.
HISTAMIN UND DIE MENSTRUATION
Viele Frauen berichten von einer Verschlechterung der Histaminintoleranz-Symptome vor und während der Regel. Vor sowie auch während der Menstruation sorgt der Körper dafür, dass sich der Grund-Histaminspiegel erhöht sowie die DAO-Produktion gesenkt wird. Dies fördert das Zusammenziehen der Muskeln der Gebärmutter im Unterbauch, was sich mit Bauchkrämpfen bemerkbar machen kann.
Typische Symptome können sein:
- PMS
- Kopfschmerzen
- Regelschmerzen
- Krampfartige Unterleibsschmerzen
- Juckreiz an der Scheide
- Durchfälle
Der Histaminspiegel schwankt entsprechend dem Östrogenspiegel. Dies passiert während des Eisprungs, in der prämenstrualen Phase und zu Beginn der Regel. Während dieser Zeit reagieren Frauen sensibler auf Histamin. Eine strikte histaminfreie Ernährung in der Zeit kann die Symptome lindern.
HISTAMIN UND SCHWANGERSCHAFT
Während der Schwangerschaft erfahren Frauen normalerweise keine Histaminintoleranz-Symptome. Es wird angenommen das Histamin wichtig für die Entwicklung des Embryos wegen seiner wachstumsfördernden Eigenschaften ist. Diese These ist aber noch nicht abschließend erforscht. Während der Schwangerschaft sorgt der Körper dafür, dass der Grund-Histaminspiegel deutlich absenkt, um das Ungeborene zu schützen.Das Ausbleiben von Histaminintoleranz-Symptomen während der Schwangerschaft wird ebenso darauf zurückgeführt, dass die Plazenta die Produktion der DAO (ca. ab dem 3. Monat) um ein 500faches erhöht. Der erhöhte DAO-Spiegel sorgt dafür, dass der Fötus vor einer Histaminvergiftung geschützt ist. Weiterhin schützt die DAO vor einer Frühgeburt, da Histamin Kontraktionen in der Gebärmutter auslöst. Nach der Geburt können die Histaminintoleranz-Symptome wieder auftreten, da die DAO wieder „normal“ funktioniert.